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Schulsanierung

 

13.09.2007

Wir begrüßen Sie ganz herzlich im Schuljahr 2007/2008.

Seit 3 Wochen arbeiten die Homepager an dieser Seite.

Dieses Jahr steht auf dem Arbeitsplan hauptsächlich der Einsturz unserer Schule im Jahr 2004. Natürlich werden auch noch Texte und Bilder der fehlenden Schuljahre und dieses Schuljahres präsentiert. Dieses Jahr beteiligen sich 13 Leute an dem Erstellen der Homepage. Im Schulleben passiert jede Woche etwas Neues und etwas, über das man berichten müsste. Jedoch schaffen wir es nicht, jede Woche über alles Neue zu berichten.
Wir bitten um ein bisschen Geduld. Wir hoffen sehr, dass Sie öfters auf die Homepage klicken.

Viele liebe Grüße, die Homepagebastler!

Februar 2003

Schüler, Lehrer und Eltern geben sich ein Schulprogramm, das die größte Herausforderung seit dem Bestehen der Schule ist.

 


11. Juni 2003

Endlich ist es geschafft - das Schulprogramm wird heute im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur eingereicht.

Was ist neu an unserem Schulprogramm?

Das Motto unserer Schule: "Lernen - Umwelt - Miteinander" soll die Vision von der Chancengleichheit auf Bildung für alle Schülerinnen und Schüler unserer Schule zur Wirklichkeit werden lassen.

 01. August 2003

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat unser Schulprogramm geprüft und unserer Schule den Status einer Offenen Ganztagschule verliehen.
Die Ganztagschule trifft auf umwerfende Resonanz. Im Schuljahr 2003/ 2004 nehmen 187 Schülerinnen und Schüler an Ganztagkursen teil. Möglich wird dies durch die Zusammenarbeit mit der Stadt Goldberg, dem TSV Goldberg, Eltern, Bürgern und der ehrenamtlichen Arbeit aller Lehrkräfte.

 
21. Oktober 2003

In der Walter-Husemann-Schule treffen sich Vertreter des Bildungsministeriums, des Innenministeriums, der Kommunalaufsicht des Landkreises Parchim, des Schulverwaltungsamtes und des Staatlichen Schulamtes Schwerin mit dem Bürgermeister und der Schulleiterin. Sie wollen sich persönlich von der Qualität des Schulkonzeptes der Walter-Husemann-Schule überzeugen.
 
Nach einer 3-stündigen Konferenz sind sich die Gäste einig: Es lohnt sich, dass sie sich für die Walter-Husemann-Schule Goldberg engagieren.
 
Leider stehen jedoch die Stadtvertreter nicht geschlossen hinter dem Schulstandort der Walter-Husemann-Schule. Widersprüchlich ist ihre Auffassung darüber, ob der Schulstandort der Regionalen Schule „Walter Husemann“ im Neubaugebiet der Stadt erhalten bleiben soll.
 
Die Zeit harter Auseinandersetzungen beginnt!

11. Mai 2004
 
Die Stadtvertreter haben sich für die Kinder der Stadt - für die Sanierung der Walter-Husemann-Schule ausgesprochen. So wird der 11. Mai 2004 zum wichtigsten Tag in der Geschichte der Schule.
Frau Dr. Haschke übergibt am 11. Mai 2004 im Auftrag des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur einen Scheck in Höhe von
 
1,3 Millionen Euro.
 
Damit steht der Sanierung der Schule nichts mehr im Wege.
 
 

21. Juni 2004
 
Der hintere Schulhausteil wird leer geräumt. Möbel und Unterrichtsmittel werden im vorderen Schulgebäude auf engstem Raum verstaut. Alles, was nicht un-bedingt benötigt wird, kommt in ein Lager außerhalb des Schulhauses.
 
Beim Umräumen packen alle zu.
 

28. Juni 2004
 
Die Sanierungsarbeiten beginnen mit dem ersten Ferientag. Wo einst Schulbänke standen, ist jetzt eine Baustelle.
 

01. August 2004
 
Die Sanierung der Schule ist im hinteren Gebäudeteil in vollem Gange.
 
Immer wieder kontrollieren alle Verantwortlichen, dass die Baustelle sicher vom restlichen Schulgrundstück abgetrennt ist. Der Schulbetrieb muss ab dem 09. August 2004 trotz der Sanierungsarbeiten ohne Gefahren für die Schülerinnen und Schüler sowie deren Lehrer durchgeführt werden können.

09. August 2004

Das neue Schuljahr hat pünktlich für Schüler und Lehrer um 7:20 Uhr begonnen. Gespannt verfolgen alle die Veränderungen, die es täglich auf der Baustelle zu sehen gibt.

13. August 2004

Am 13. August 2004 um 11:40 Uhr stürzte der hintere Gebäudeteil der Walter-Husemann-Schule bei den Sanierungsarbeiten ein. 5 tote Bauarbeiter und 3 schwer verletzte waren zu beklagen. Zu diesem Zeitpunkt war uns Schülern und Lehrern nicht bewusst, dass uns dieser Einsturz einmal sehr lange beschäftigen werden wird. Nachfolgend veröffentlichen wir sehr persönliche Texte der Homepageschüler, die alle den Schuleinsturz miterlebt haben.

Rinea Jänicke, Klasse 10a

Am 13. August 2004 hatten wir gerade Unterrichtsschluss, als es plötzlich einen lauten Knall gab. Herr Stüber sagte, ein Gerüst wäre heruntergefallen. Deshalb gingen wir wie immer aus dem Raum heraus. Plötzlich sahen wir Frau Hög auf dem Flur stehen und sie sagte, dass alle sofort aus den Schulgebäude gehen sollten. Wir dachten in diesem Augenblick nur, was ist denn bloß passiert? Als wir draußen waren und auf dem Sportplatz gingen, sahen wir Gesichter, die weinten und blass waren. Dann haben wir zur Schule geguckt und sahen, wie sie eingestürzt war. Als wir gehört hatten, dass alle Schüler aus der Schule waren, waren wir unendlich glücklich. Aber dann hieß es, dass noch einige  Bauarbeiter im Gebäude waren. Wir dachten bloß, dass sie bald herausgeholt werden und das ihnen nichts passiert ist. Aber so war es nicht. 5 Bauarbeiter kamen ums Leben.
 
R.J.

 

 

Der Schuleinsturz war sehr hart für mich. Als die Schule am 13.08.2004 um 11:42Uhr eingestürzt ist, saß ich im Kunstraum und hatte gerade AWT. Auf einmal vibrierte alles. Jeder aus meiner Klasse war erschrocken. Dann sahen wir die große Staubwolke. Unser Lehrer meinte: „Da ist bestimmt nur etwas umgefallen!“. Frau Hög stürzte in den Raum und sagte ganz aufgelöst „Alle ganz schnell raus! “. Als ich sah, was passiert ist, habe ich gelacht, da ich es gar nicht realisieren konnte. Das war zu viel für mich. Nach 5 Minuten brach ich fast unter Tränen zusammen. Meine Klassenlehrerin hakte die Namen der Schüler ab, die abgeholt wurden. Denn einfach so durfte niemand gehen. Danach ging ich mit meiner Mutter nach Hause. Unterwegs sprachen mich so viele Leute an und umarmten mich – einfach so. Als ich denn endlich zu Hause war, war es noch viel schlimmer. Ich konnte nicht ruhig bleiben, lief hin und her, weinte die ganze Zeit, konnte einfach nicht realisieren, was dort passiert ist. Ich dachte immer, dass ich auch in Gefahr war und einfach nur riesiges Glück hatte. Ich rief meinen Vater an, denn der war auf Arbeit. Ich wollte ihm erzählen, was passiert ist, aber ich konnte kein Wort sagen, ich weinte die ganze Zeit am Telefon. Er konnte sich schon denken, dass etwas Schreckliches passiert sein müsste. Dann rief eine Freundin an. Wir wollten uns einfach nur treffen, denn keiner von uns wusste, was er machen sollte. Dann sind wir noch einmal zur Schule gegangen, um gewisse Sachen zu verfolgen. Als ich an der Schule war, wurde das Gerüst abgerissen. Da ich in diesem Moment mit anderen Leuten sprach, habe ich es nicht gesehen und bekam dadurch einen riesigen Schreck. Dann drehte ich mich um und dachte schon das Schlimmste. Danach kam meine Cousine und fragte, ob mit mir alles okay ist und umarmte mich auch einfach so. Der Vater eines Klassenkameraden arbeitete eigentlich auch an unserer Schule. Alle guckten die ganze Zeit, ob wir ihn irgendwo finden, aber niemand tat es. Da einige Bauarbeiter verschüttet waren, dachten wir: „Er auch?“ Als wir in einer kleinen Gruppe zusammenstanden, erfuhren wir, dass er heute nicht da war und woanders arbeitete. Allen ging ein leichter Schauer über den Rücken. Dann kam er mit dem Auto angefahren. Als Vater und Sohn sich umarmten, traute sich niemand, etwas zu sagen. Jeder war sprachlos. Als ich abends wieder nach Hause ging und meiner Mutter sagte, dass ich an der Schule war, schrie sie mich an, denn sie hatte Angst. Am Abend rief ich alle 10 Minuten jemanden an und fragte, was es Neues gäbe. Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen. Am nächsten Tag machte ich mich schon ganz früh fertig, um zur Schule zu fahren und um dort Blumen niederzulegen.
Auch heute denke ich noch oft daran. Dieser Tag wird unvergesslich bleiben!

 
Jessica Appelt, Klasse 10a

 

 

 

Für mich ist der Schuleinsturz ein Stück meines Lebens, er wird mich immer begleiten! Es war an einem Freitag, dem 13. August 2004, um 11.42 Uhr. Ich weiß das noch so genau, weil wir da gerade noch Unterricht hatten. Alle hatten schon ihre Ranzen auf und die Stühle hochgestellt.
Plötzlich bebte das ganze Schulhaus!!! Alle liefen zum Fenster und sahen nichts als weiße Staubwolken. Mir war etwas mulmig. Unser Lehrer sagte: „Da wurde bestimmt nur eine Wand weggenommen“. Als dann Frau Hög in die Klasse lief und rief „Alle schnell raus“, wussten wir, es musste etwas Schlimmes passiert sein.
Als ich denn heil draußen war, sah ich einen Bauarbeiter mit blutendem Kopf umher laufen, die Schüler und Lehrer starrten nur und wussten nicht weiter. Unsere Klasse musste mehrere Male auf dem Evakuierungsplatz für den Rettungshubschrauber Platz machen. Immer wieder starrten auf den hinteren Schulteil. Er war eingestürzt, mehrere Bauarbeiter waren verschüttet. Schnell waren auch schon Krankenwagen, THW, Feuerwehr, Fotografen und Journalisten da. Sie wollten gleich mit einigen Schülern sprechen, um zu erfahren, was passiert sei. Doch uns war in dem Moment nicht danach, gleich alles weiter zu erzählen. Einige Jungen aus unserer Schule gehörten zur Feuerwehr und halfen sofort. Wir anderen konnten nichts tun und warteten darauf, dass wir von unseren Eltern abgeholt wurden. Manche Lehrer, Schüler und Einwohner hatten Tränen in den Augen. Schnell füllte sich der Weg um das Schulgelände mit Passanten. Manche kamen aus Neugier, viele jedoch aus Betroffenheit und Angst. Nachdem ich zu Hause war, bin ich auch gleich wieder mit einer Freundin zurück zur Schule, um zu sehen, was geschieht. Ich weiß noch genau, wie mein Opa zu mir mit Fahrrad gefahren kam um zu gucken, wie es mir geht. Nachdem er von dem Einsturz erfahren hatte, brauchte er Gewissheit, dass ich noch lebe. Mir ging es, gott sei Dank den Umständen entsprechend gut. Am Unglücksort wurden inzwischen Spürhunde eingesetzt, die nach den verschütteten Arbeitern suchten und immer dann bellten, wenn jemand geborgen wurde, tot. So ging das noch die ganze Nacht bis in den frühen Morgen hinein. Um das Schulgelände wurde es selbst dann nicht leer.
Als es dann endgültig war, dass 5 von 12 Bauerbeitern gestorben sind, wusste ich nicht ob es nun gut oder schlecht war. Ich hatte gemischte Gefühle. Erleichterung empfand ich, dass einige dieses Unglück denn immerhin haben einige dieses Unglück überlebt hatten. Gleichzeitig war ich traurig, dass 5 von ihnen tot geborgen wurden. Deshalb bin ich am nächsten Tag mit einer Freundin zur Schule gefahren, um Blumen nieder zu legen!
Diesen Tag werde ich nie vergessen!!!
 
D. Bergunde

 
Der Schul-Einsturz meiner Schule am 13. August, um 11:42 Uhr, ist ehrlich gesagt für mich einer des schlimmsten Augenblicks in meinem Leben gewesen. Ich kann mich genau daran erinnern, dass wir im Kunstraum saßen und mit dem Lehrer, Herr Stüber, hatten. Und plötzlich gab es eine große Erschütterung. Daraufhin sind wir alle ans Fenster gelaufen und haben eine riesige Staubwolke gesehen und wir sahen auch einen Arbeiter laufen, der verletzt worden war. Danach sollten wir uns wieder alle hinsetzen, doch wir konnten uns gar nicht beruhigen. Vor allem ich konnte mich im Inneren nicht beruhigen, da ich wusste, da ich wusste, dass etwas Schlimmeres passiert ist, als dass nur paar Steine herunter gefallen sollen sein, wie der Lehrer uns, sagte. Danach kam Frau Hög in den Kunstraum gelaufen und sagte, dass wir alle schnell raus laufen sollen da die Schule eingestürzt ist. Was danach weiter passiert ist, kann ich persönlich nicht mehr sagen, da ich nicht mehr wirklich wusste, was ich machen sollte. Ich war total hilflos und ich kann mich kaum noch an die vielen Geräusche erinnern, die von den Hubschrauber, Polizeiwagen oder Krankenwagen verursacht worden waren. Mir ist nur noch im Gedächtnis, dass mich jemand aufschrie, ich dürfte das Schulgelände nicht verlassen, als ich mit meiner Freundin nach hause gehen wollte. Danach gab es eine sehr schwierige Zeit voller Tränen. Auch war es für mich schwer, da ich nicht wusste, wie ich mich gegenüber anderen Leuten verhalten sollte, die immer noch getrauert haben. Aber wir haben es geschafft, wieder ein lächeln auf die Lippen zu bekommen. Und was ganz wichtig ist eine neue, tolle Schule zu haben mit einem geregelten schultag. Darüber bin ich sehr froh.
 
S.B.

 

 

Ich verbinde mit dem Einsturz unserer Schule tiefste Trauer. Als wir noch im Klassenraum saßen und die massive Rauchwolke sahen wussten wir nicht was wir denken sollen. Um uns zu beruhigen sagte unser Lehrer zu uns es sei nur ein Sack Beton vom Dach gefallen, was totaler Quatsch war. Als wir dann aus dem Klassenraum kamen sahen wir die Trümmer des Eingestürzten Gebäudeteils durch die Fenster in Richtung des ehemaligen Innenhofes (jetzt Atrium). Nachdem alle Schüler das Schulgebäude verlassen hatten mussten wir uns auf dem Sportplatz einfinden hier konnten wir aber nicht lange bleiben da auf den Sportplatz Rettungshubschrauber landeten und die Einsatzfahrzeuge der Rettungskräfte standen. Auf dem Sportplatz aber wurde mir erst klar dass ein Familien-angehöriger von mir in dem Gebäude befand. Ich brach kurz darauf in Tranen aus. Danach holte mich meine Großmutter ab. Einige Zeit später ging ich raus und schaute noch lange mit ein paar Mitschülern zu wie die Hilfskräfte nach den Verschütteten suchten. Als dann der Vater eins Freundes nachhause kamen vielen sie sich in die Arme, da er dachte das sein Vater auch in der Schule arbeitete. Nachdem einige Bauarbeiter lebend geborgen wurden, wuchs meine Hoffnung dass auch mein Verwarnter lebend geborgen wird. Dann wurde ich von einem Freund abgeholt da ich ins Wochendcamp fuhr. Am Samstag schauten alle Campbesucher „Die Tagesschau“, da wurde gesagt, dass einige Leichen geborgen wurden jedoch wurde noch nicht alle Arbeiter geborgen, also bestand noch Hoffnung. Am Sonntagmorgen dann wurden meine Zimmernachbarn und ich unsanft von einem Jugendlichen geweckt. Er sagte dass die restlichen Arbeiter geborgen wurden und dass sie tot seien. Zuerst wollt ich das nicht glauben.
 
Schüler der Klasse 10

 

 

 

Am 13. August 2004 um 11.42 Uhr stürzte unsere Schule ein. Meine Klasse und ich hatten gerade AWT Unterricht im damaligen Kunstraum, der heute als Bibliotheksraum genutzt wird. Der Einsturz geschah ein paar Minuten vor Unter-richtsschluss. Auf einmal gab es einen lauten Rums und alle Tische wackelten. Zuerst dachen wir, dass es normal sei, da die Schule ja gerade saniert wurde und wir schon öfter laute Geräusche hörten. Aber diesmal war es doch viel lauter und die Erschütterung  war sehr groß. Wir sprangen alle auf und liefen zum Fenster, welches auf den Pausenhof zeigte. Da sahen wir eine riesige Staubwolke und einen Mann, der sich die Hände vors Gesicht hielt und vor der Staubwolke geflohen ist. In dem Moment sagte unser Lehrer, dass wir uns wieder hinsetzen sollten. Was wir dann auch taten, denn es waren ja noch ein paar Minuten Unterricht. Als es dann endlich klingele freuten wir uns schon aufs Wochenende und packten unsere Sachen ein. Kaum waren wir aus der Tür, stürmte uns Frau Hög entgegen und schrie ganz laut raus hier! Keiner wusste, was los war. Als wir dann draußen waren, wollten wir nach Hause gehen, aber Frau Lichtenberg rief, dass wir zu ihr kommen sollten. Als sich dann endlich die ganze Klasse zusammen gefunden hatte, gingen wir alle zusammen auf den Sportplatz und da sahen wir das unsere Schule eingestürzt war. Viele fingen sofort an zu weinen, einige brachen sogar zusammen. Wir standen eine ganze Weile dort und erlebten mit, wie Krankenwagen, Feuerwehrautos und das THW einrückten. Frau Lichtenberg hatte eine Liste auf der die Namen der Schüler standen. Wenn jemand nach Hause ging oder abgeholt wurde, hakte sie die Namen ab. Ich ging mit meiner Mitschülerin, die von Auswärts kam, zu mir nach Hause. Als wir bei mir waren, hörten und sahen wir den Hubschrauber. Wir riefen ihre Eltern an und erzählen ihnen, was passiert ist und dass sie meine Freundin abholen sollten. Nach dem Telefonat kam meine Mutter, der wir auch alles erzählten. Danach gingen wir wieder zur Schule, weil wir keine Ruhe gefunden hatten. Wir waren sehr überrascht, dass schon so viele Menschen vor Ort waren. Dann verfolgten wir wie alle anderen das weitere Geschehen.
 
Steffi Schädlich

 
Am Freitag, den 13. August 2004 um 11.42 Uhr ereignete sich in Goldberg ein schreckliches Erlebnis. Unsere Schule stürzte bei Sanierungsarbeiten zum Teil ein. Zu diesem Zeitpunkt hatten viele Klassen im anderen Teil der Schule noch Unterricht, als alle im Sulhaus plötzlich ein starkes Beben wahrnahmen und riesige Staubwolken zu sehen waren. Meine Klasse und ich waren sehr erstaunt, auch unser damaliger Lehrer konnte die Situation nicht richtig deuten. Zunächst hatte keiner geahnt, welches Ausmaß alles tragen würde. Als alle aus dem Schulgebäude geschickt wurden und ich auf dem Gang nach draußen aus den Fenstern auf dem Schulflur blickte, wurde mir klar, dass etwas viel Schlimmeres, als ich zunächst gedacht hatte, passiert ist.  Alle Schüler versammelten sich auf dem Sportplatz und niemand hätte mit dieser Situation gerechnet, ausgerechnet am Freitag, den 13.
Zusehen waren immer noch Staubwolken und zum Schrecken aller, ein eingestürzter  Schulteil. Klassenräume, in denen man früher Arbeiten schrieb, lernte, lachte aber auch so manchen Stress hatte, waren nicht mehr da oder völlig zerstört.
Sofort kamen Feuerwehren, Hubschrauber, aber auch neugierige Passanten. Auch das Fernsehen, Radiosender und Zeitungsreporter waren wohl oder übel schnell vor Ort.
Es war ein schrecklicher Anblick und unbegreifbar. Alle Gedanken waren schnell bei den Bauarbeitern, von denen vielleicht welche verschüttet waren und denen man ein paar Sunden zuvor noch freundlich gewunken hatte. Es war einfach nur unfassbar, welches Unglück uns getroffen hatte. Bis tief in die Nacht herein wurden Vermisste gesucht und eine Menge von Menschen schaute den Rettungsarbeiten vom Rande des Schulgrundstückes her zu. Viele Spekulationen und Gerüchte von Außenstehenden machten die Runde, doch  niemand wusste wirklich Bescheid. Es ist ein schlimmes Bild, welches in vielen Köpfen ruht und es wird wahrscheinlich auch immer ein Gesprächsthema in Goldberg bleiben.
 
Tina Bergmann, Klasse 10a

 
Wir hatten an dem Tag, an dem die Schule eingestürzt ist, gerade Musik. Das wäre unsere letzte Schulstunde für diesen Freitag, den 13. gewesen. Plötzlich gab es im ehemaligen Lehrerzimmer, das jetzt das Spielzimmer ist, fünf Minuten vor Unterrichtsschluss einen gewaltigen Knall. Die Erde bebte und sofort rannten alle zum Fenster, um zu schauen, was passiert sei. Ich sah zuerst durch die Staubwolke überhabt nichts. Alle rätselten, was passiert sei und wir dachten, dass ein Gerüste umgefallen wäre. Danach kam Herr Zachow und flüsterte Frau Kroll etwas ins Ohr. Danach sollten alle sofort den Raum verlasen. Als wir auf dem Weg nach unten waren, sahen wir im Innenhof die Schuttmassen vom eingestürzten Teil der Schule. Als wir draußen waren, kamen auch die anderen Klassen und alle Lehrer. Schon nach 5 min landete der erste Rettungshubschrauber auf dem Sportplatz. 
 
S. Siegel 9a

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 13. August 2004 ca. 11:40 Uhr ist die Walter-Husemann Schule in Goldberg eingestürzt. Ich ging wie jeden normalen Schultag zur Schule und hatte noch nicht geahnt, was passieren wird. In meinen Augen war es das schlimmste Erlebnis meines Lebens. Meine Klasse und ich waren im ersten Stock, als das Klassenzimmer anfing zu vibrieren. Für einen kleinen Moment dachte ich mir nichts dabei. Doch dann sah ich eine riesige Staubwolke. Von da an wusste ich, dass etwas nicht stimmt. Wir saßen noch etwa 2 min auf unseren Stühlen im Klassenzimmer und haben die Anweisungen unseres Lehrers befolgt und den Unterricht weiterhin fortgesetzt. Nach den 2 min hat unserer Lehrer uns vom Unterricht befreit. Und somit verließen wir alle den Raum und sahen, dass das hintere Schulgebäude eingestürzt war. Ich stand auf dem Schulflur und schaute aus dem Fenster auf den Trümmerhaufen und war geschockt.
Keine halbe Minute später kam Frau Hög und schickte uns alle auf den Sportplatz. Ich stand auf dem Sportplatz und sah die Schule an. Ich sah schon die ersten Rettungshelfer kommen. Jetzt tauchten lauter Fragen in meinen Kopf auf! Ist noch jemand in dem Schulgebäude? Ist jemand verletzt? Braucht jemand noch Hilfe? Wie geht es den anderen Schüler? Was kann ich tun?
Meine Klassenlehrerin schickte uns nach Hause. Meine Eltern wussten ja noch von nichts, ich musste es ihnen einfach erzählen. Es musste raus! Alles! Danach ging ich in mein Zimmer und schlief ein.

Dung Dao Quang, Klasse 10a

Am Freitag, dem 13. August 2004, um 11.40 Uhr , ist die Goldberger Realschule "Walter Husemann" eingestürzt. Wir waren gerade mal  eine Woche an der Schule. Wir waren in der 5. Klasse. An diesem Freitag hatten wir Sport und wir waren schon in der Umkleidekabine. Plötzlich hörten wir etwas knallen und die Erde bebte unter uns. Danach sind wir sofort herausgelaufen, um zu sehen was los war. Als wir draußen waren, konnten wir gar nichts sehen, alles war so staubig. Auf einmal kam ein Bauarbeiter,  der an der Stirn geblutet hatte und sagte: „Ruft einen Krankenwagen an“. Wir wussten gar nicht, was wir machen sollten. Wir waren so durcheinander. Als sich der Staub aufgelöst hatte,  sahen wir, dass die hintere Seite der Walter-Husemann-Schule eingestürzt war. Danach hatten sich die Klassen gemeinsam auf den Sportplatz versammelt. Dann kamen auch schon die ersten Krankenwagen und ein Rettungshubschrauber. Als wir zu Hause waren, mussten wir uns erst einmal von dem Schock erholen.
 
Schüler, Klasse 8a

 
Als ich hörte, dass die Schule eingestürzt war, war ich gerade in der 5. Klasse und ging in Dobbertin zu Schule. Als erstes habe ich  an meine Freunde gedacht und an die Lehrer. Sogar meine Klassenkameraden hatten totale Angst und glaubten es erst gar nicht. Aber als wir es dann auch noch von unserer Lehrerin hörten, dass die Goldberger Schule eingestürzt sein soll, glaubten wir es. Natürlich wollten wir auch wissen,  wie so etwas passieren kann.  Ich fand das ganze total schlimm und war danach auch ganz schön traurig. Besonders schlimm fand ich, dass dabei Leute ums Leben kamen. Und am Abend kam das Schlimmste -  ich sah zum ersten Mal, wie die Schule nach dem Einsturz aussah und mir wurde richtig schlecht. Sogar am Tag danach waren wir alle noch erschüttert davon und konnten nicht aufhören, davon zu reden. Wir wussten nicht, was die Schüler, Lehrer und auch Eltern alles durchmachen müssen.
 
Jessica Derdulla, Klasse 8b

 

Gegen 11:40 Uhr erschüttert ein dumpfes Dröhnen das Schulhaus. Ich stürze aus dem Sekretariat und sehe nur noch Trümmer, Staub und Teile eines herab-gerissenen Gerüstes.
Unfassbar!
Der hintere Gebäudeteil ist eingestürzt. In meinem Kopf hämmert es - Evakuierung!
Innerhalb von 4 min. ist das Schulhaus leer. Wenig später habe ich Gewissheit. Kein Schüler und kein Lehrer ist verletzt. Doch der Schock sitzt tief. Ich habe das Zeitgefühl verloren. Inzwischen sind die ersten Rettungskräfte eingetroffen und die verzweifelte Suche nach den verschütteten Bauarbeitern hat begonnen. 
Drei Männer werden mit lebensgefährlichen Verletzungen aus dem gewaltigen  Berg aus Beton gezogen. Mit zweien von ihnen hatte ich wenige Tage zuvor auf der Baustelle gefrühstückt und angenehm geplaudert. Es tut besonders weh, wenn das Entsetzen ein Gesicht hat. Ich laufe rastlos immer wieder über das Schul-grundstück. Ich möchte helfen, irgend etwas Sinnvolles tun, das das Ausmaß der Katastrophe eindämmt. Noch immer wird nach Verschütteten gesucht - jetzt sogar mit Hunden. Doch von Stunde zu Stunde schwindet die Hoffnung. Mehrere Male hat sich bereits eine gespenstische Stille über dem Schulgelände breit gemacht. Sie wirft sich immer dann über den Unglücksort, wenn ein Handwerker tot aus den Tümmern gezogen wird.
Gegen 19:00 Uhr begreife ich, dass es für mich nichts mehr zu tun gibt. Ich fahre nach Hause und bin dankbar, dass mich jemand begleitet.
Am Morgen des 14. August ist es dann Gewissheit. Für fünf Bauarbeiter kam jede Hilfe zu spät. Sie konnten nur noch tot aus den Trümmern geborgen werden. Als ich gegen 09:00 Uhr mein Auto vor dem Schulgrundstück abstelle, merke ich schon beim Aussteigen, wie mich die fragenden Blicke der Schüler und Eltern fixieren. Sie hatte es, wie mich, wieder an die Unglücksstelle gezogen.  Wenige Sekunden später bin ich umringt von einer Traube von Menschen mit Tränen der Trauer und der Fassungslosigkeit in den Augen und mit Ratlosigkeit in der Stimme: Wie soll es jetzt weiter gehen?
 
Gisela Hög, Schulleiterin

14. August 2004

Das Schulhaus von innen!
 
Seit dem 13. August 2004 ist das ganze Schulgelände abgesperrt. Schüler und Lehrer haben keine Schule, keine Unterrichtsmittel, kaum Möbel!
 
Wie soll es jetzt weiter gehen?
 

Haben der Bürgermeister und die Schulleiterin einen Tag nach der Katastrophe eine Antwort? 

16. August 2004

Am Montag, dem 16. August, treffen sich alle Lehrkräfte um 9:00 Uhr im Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr Goldberg. Sie  beraten,  wie der Schulbetrieb neu organisiert werden kann. Anwesend sind auch der zuständige Schulrat, Herr Dr. Papke, und eine Schulpsychologin.

 

   

18. August 2004

Am 18. August beginnt der Unterricht 7.20 für alle Schüler der Walter - Husemann Schüler in der John-Brinckman-Schule. Sie ist für die Notaufnahme aller Schüler hergerichtet.
 
Die ehemalige Hausmeisterwohnung der Grundschule „John Brinckman“ beherbergt seit dem:
  • das Sekretariat
  • Räume für die Schulleitung
  • das Lehrerzimmer
  • das Archiv
  • 8 Klassenräume

 

 

Schulhausimpressionen im Schulhaus des "Ausweich-Schulegebäudes"

Die Organisation von Unterricht wird für das Lehrerkollegium zur Herausforderung! Jeder versucht, aus der Situation das Beste zu machen.
 
 

Die Aula - am Abend tagen hier die Stadtvertreter. Früh ist sie ein Unterrichtsraum. 

   

 

 

Der Korridor - Unterrichtsraum für kleinere Lerngruppen

   
 

 

Die Klassenräume - Allmählich zieht normale Lernatmosphäre ein. Nur fehlen noch die Fachräume!

   
 

 

 

Eine Küche - dies das Lehrerzimmer für 22 Lehrer.

   
 
 
 
Die Speisekammer dient bis zum eintretetn des Frostes als Kopierraum. Dann muss Kopierer mit in das "Lehrerzimmer".
   
 

 

Die Sekretärin findet ihren Arbeitsplatz in der Diele.

   

 

 

Die stellvertretenden Schulleiterin erfüllt ihre Arbeit vom Wohnzimmer der Hausmeisterwohnung aus.

   

 

 

Vom Kinderzimmer aus leitet die Schulleiterin die Schule. Was verbirgt sich wohl hinter dem Vorhang links im Bild?

 

 
 
 
 
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Hier ist die Antwort - Schulorganisation auf kleinstem Raum. Hinter dem Vorhang befindet sich ein kleines Bad. Dies dient als Ablagemöglichkeit für den Schrift-verkehr, damit man Schule leiten kann. Ohne Regale sind jedoch Aktenordner in ihrem Bewegungsdrang nicht zu bremsen!
 

 

 

In der Speisekammer steht das Multifunktionsregal. Es bewahrt Klassenbücher, Kaffeetassen, Kreide, Tafelschwämme, alles was man eben so braucht.

   
Ende August 2004
 
Etappenweise kann der vordere Teil des Gebäudes der Walter-Husemann-Schule ausgeräumt werden. Doch die Schilder warnen! Unbefugten ist das Betreten des  Geländes streng verboten.

 

Durch die Hilfe der Wohnungsgesellschaft der Stadt Goldberg und der Kinder-tagesstätte "Koboldland" kann Lagerraum geschaffen werden. Die Möglichkeiten der John-Brinckman-Schule sind erschöpft, alles einzulagern, was  sich noch im Gebäude der Walter-Husemann-Schule befand.
Aber was ist mit den Fachräumen für Chemie, Physik und Informatik? Wo soll künf-tig experimentiert werden? Wohin mit den ganzen Chemikalien, die in besonderen Schränken aufbewahrt werden müssen?

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Herr Gantert von der Berufsbekleidungsfirma Ber Bek vermietet der Stadt zu ent-gegenkommenden Konditionen sein ehemaliges Produktionsgebäude in der Kampstraße. So werden mit relativ wenig Aufwand darin drei Unterrichtsräume eingerichtet. Damit kann bald wieder Physik unterrichtet werden.

02. September 2004
 
Herr Langer vom Verband der jungen Philatelisten in Plau am See übergibt der Walter-Husemann-Schule ein Notebook. Damit stehen für den Informatikunterricht drei PCs zu Verfügung, denn alle Geräte mit großem Gehäuse können noch nicht aufgestellt werden. Dafür ist noch kein Raum gefunden.
 

 
 
 
 
 
 
Seit Anfang September wird der eingestürzte Gebäudeteil abgerissen. Spezial-bagger sind notwendig, um diese Arbeiten auszuführen.

09. September 2004

Die Stadtvertreter stehen vor einer schweren Entscheidung. Sie müssen über das Schicksal der Walter-Husemann-Schule erneut entscheiden.

 

 

 

Die Schulleiterin und der Bürgermeister informierten die Stadtvertreter über den Stand des Schulbetriebes nach dem 13. August 2004.

06. Oktober 2004

Nach dem Teileinsturz des Schulgebäudes der Walter – Husemann -Schule sind die Bürger verunsichert. Viel Goldberger beschäftigt : 
 
Ist der stehen gebliebene Teil des Schulgebäudes sicher?
 
Herr Prof. Krüger, ein Bauspezialist für Plattenbauten von der Universität Rostock, kann auf der Einwohnerversammlung die Ängste und Zweifel fast aller Anwesenden nehmen.
 
Antwort:
 
Der bestehende Gebäudeteil der Walter-Husemann-Schule ist sicher!

Der Oktober bringt weitere Verbesserungen für den Schulbetrieb. Die Räume des ehemaligen Berufsbekleidungswerkes Ber Bek in der Kampstraße sind hergerichtet. Im Physikunterricht kann wieder experimentiert werden.  

Der Informatikunterricht findet in drei Räumen der Wohnungsgesellschaft statt. Somit haben jetzt vier Klassen Platz zum Lernen außerhalb des Gebäudes der John-Brinckman-Schule.

Im Werkraum der John-Brinckman-Schule kann inzwischen Chemieunter-richt erteilt werden. Dafür findet der Werkunterricht für die Schüler der Walter–Husemann–Schule in der Turnhalle im Neubaugebiet statt.

   

Auch die Lehrkräfte haben endlich jeder einen Stuhl für sich allein in einem größeren Lehrerzimmer.

   
Januar 2005
 
 
Ab Januar 2005 finden wöchentlich donnerstags 9:00 Uhr auf der Baustelle der Walter-Husemann-Schule die Bauberatungen statt. Ziel ist es, das Schulhaus zum ersten Schultag des kommenden Schuljahres 2005/2006 fertig zu stellen.
   
   
Herr Egg findet Sponsoren, die die Walter-Husemann-Schule mit 10 Note-books ausstatten.
 
   

Herr Professor Krüger zu Gast
 
Herr Professor Krüger folgt im Januar 2005 der Einladung des Schülerrates. Er kann den Schülern ihre Ängste und Zweifel nehmen. Der bestehende Gebäudeteil der Walter-Husemann-Schule ist sicher!

Februar 2005
 
Die Sanierung der Walter-Husemann-Schule ist in vollem Gange
 
Neue Klassenräume entstehen im 2. Obergeschoss. Der ehemalige Flur ist noch zu erkennen.

 
 
 
 
Das war - das ist - das wird - der Physikraum.

 

März 2005

Was macht der Bau?

Diese Kiste wird natürlich kein Sandkasten zum Buddeln für die Fünfklässler. Hier entsteht ein Personenaufzug.  - ist doch klar!

 
 
 
 
Ein neuer Klassenraum ist bereits erkennbar.

April 2005
 
Am 2. April 2005 wird der vordere Eingang abgerissen.

Mai 2005

Im Mai ist für die Armaturen des Chemieraumes der Winterschlaf vorbei.

   

Juni 2005

 Auf der Baustelle herrscht Hochbetrieb. Von vorn kann man bereits erahnen, welch schöne Schule entstehen wird. Im Neubau sind der Keller und das 1. Obergeschoss gemauert.

   
Den Musikraum kann man schon erkennen.

Doch wird die Sanierung bis zum Beginn des neuen Schuljahres abgeschlossen sein?

Während der großen Ferien wird klar, dass das neue Schuljahr nicht im sanierten Gebäude der Walter–Husemann–Schule begonnen werden kann.

   

Ende Juli ist der Innenhof eingerüstet, doch die Montage der Glaskuppel kann nicht termingemäß begonnen werden.

   

August 2005

Die Pfeiler für den Haupteingang werden gesetzt.

   

Immer wieder Bauberatung. Immer wieder absprechen und nach besten Lösungen suchen. Doch alle Beteiligten sind mit dem Baufortschritt im August 2005 nicht zufrieden.

   
Am 13. August 2005 findet ein stilles Gedenken an die Todesopfer des Unglücks vom 13. August 2004 statt.

 

September 2005

Am 01. September 2005 erhält die Fassade des hinteren Gebäudeteils ihren Anstrich. Doch es steht fest – der Einzug muss noch einmal verschoben werden. Zu viel gibt es noch auf der Baustelle zu tun.
 
 
 
 
 
 
   
 
 
 
 

Allmählich verschwinden die Gerüste Ende September.

Oktober 2005

Der Schein trügt. Bis zur Eröffnung gibt es noch viel zu tun. Doch die Entschei-dung ist gefallen.

Die Walter-Husemann-Schule soll am 07. Dezember 2005 feierlich nach der Sanierung wieder eröffnet werden.

   

November 2005

Die Fußbodenheizung im Atrium wird installiert.

 

   
Der Personenaufzug wird montiert.
   
01. Dezember 2005

Die Zeit drängt. Die Handwerker sind noch nicht aus dem Haus und der Countdown läuft. Innerhalb von 5 Tagen muss die Schule eingeräumt werden.

Das neue Lehrerzimmer ist schon in Besitz genommen.  

   

Umringt von Kartons und Kästen werden im neuen Schulleiterzimmer die letzten Vorbereitungen für den ersten Schultag getroffen. 

   

05. Dezember 2005

Am 05. Dezember 2005 betreten alle Schülerinnen und Schüler der Walter-Husemann-Schule zum ersten Mal ihr neues Schulgebäude.

Dies ist ein Moment voller Spannung. Freude, Erstaunen, Rückbesinnung auf den Einsturz  und die Strapazen während des Unterrichts an den Außenstellen und wieder Freude, Freude, Freude über das schöne Schulhaus.

Nun wird geprobt und wieder geprobt, denn in zwei Tagen wollen die Schülerinnen und Schüler ihre neue Schule mit einem Tag der offenen Tür  präsentieren.

Es werden zur Eröffnung hohe Gäste erwartet:

  • Herr Minister Professor Metelmann
  • Herr Landrat Iredi
  • Herr Bürgermeister Wollschläger
  • Herr Stadtpräsident Lewerenz
  • Herr Schulrat Dr. Papke.

Nach der Festveranstaltung soll die Schule allen Interessierten Gelegenheit bieten, sich das Schulhaus anzusehen und am Schulfest teilzunehmen. 

 

07.Dezember 2005

 

 

Frau Hög empfängt den Bildungsminister, Herrn Professor Metelmann.

 

Das Kabatett "Die Husimännchen" führt durch das Programm.

 

 

Symolisch durchschneidet Herr Minister Metelmann ein rotes Band und eröffnet damit die Walter-Husemann-Schule nach der Sanierung.

 

 
10.30 Uhr
  • Treffpunkt in der Turnhalle
11.00 Uhr
  • Einnehmen der Plätze im Atrium
11.30 Uhr
  • Festveranstaltung
ab 12.30 Uhr
  • Beginn des Schulfestes
Versorgung
  • Würstchen, Brötchen, Getränke -         Kolln. Rockmann, Kolln. Tack, Kl. 9b
  • Kuchenbasar Klasse 5-7 je 3 Kuchen Kolln. Beck, Kl. 8c
12.30 - 14.00 Uhr
  • Hochsprung mit Musik in der Turnhalle (alle Schüler) Koll. Wessel, Kolln. Schult, Kolln. Beneke, Kl. 6a - Auf- und Abbau
Ab 14.00 Uhr
  • Besichtigung des Schulgebäudes und Stationsbetrieb
  • Kabarett "Husi-Hexen", Kolln. Zillmer
  • Sportprogramm Kl. 5/6, Koll. Wessel
  • Zeichenwettbewerb und Malstraße,    Kolln. Frank, Kolln. Lichtenberg, Kl. 8a
  • Musikalische Beschallung und Auftritt der Schülerband, Koll. Zachow, Hr. Engelberg
  • Rätsel mit "Wetter-Werner" v. Antenne MV, Kolln. Weichlt
  • Kinderschminken, Tipps für tolles Make-up, Kolln. Egg
  • Tattoo-Arbeiten, Kolln. Zillmer
  • -Button-Maschine, Kolln. Müller, Kl. 8b, einige Schüler 9a
  • Aufkleber der Schule verkaufen,          Kolln. Kroll, Kl.5a
  • Homepage der Schule, Vorstellen von Bildern vergangener Schulaktionen,    Herr Barby, Ganztagskurs "Homepage"
  • Tombolalose verkaufen, Kolln. Stahl,      Kl. 7a
  • Schülerzeitung: Dokumentation mit Text und Bildern Kolln. Wegener, Wahlpflichtkurs "Schülerzeitung"
  • Verkaufen einer Sonderausgabe der Schülerzeitung und einer CD über das vergangene Schuljahr,
Ab 17.00 Uhr
  • Abbau und Aufräumen

 

Eigentlich ist mit der Wiedereröffnung der Schule am 07. Dezmeber 2005 ein Kapitel Schulgeschichte geschrieben. Und doch sind zu diesem Zeitpunkt die Ursachend es Einsturzes noch nicht geklärt. Inzwischen sind schon wieder zwei Jahre vergangen. Dank der Homepagegruppe wurde ein wichtiger Teil unserer Schulgeschichte dokumentiert, der aber erst im Jahr 2007 seinen Abschluss findet.

   
  22. Mai 2007
 
Auszug aus der schweriner Volkszeitung vom 22. Mai 2007
 
Das Drama von Goldberg: Wer trägt die Schuld? 
Prozess um Schuleinsturz begonnen
 
Schwerin (svz) - 13. August 2004: Mit den Arbeiten an einer tragenden Wand nimmt das Drama seinen Lauf. Der Mittelteil der Goldberger Plattenbauschule stürzt ein und begräbt zehn Bauarbeiter unter sich. Fünf von ihnen sterben, die mehr als 200, die zeitgleich nur wenige Meter weiter unterrichtet werden, kommen mit den Schre-cken davon. Wie kam es zu dem Unglück? Wer trägt die Schuld? Wer hat  versagt? Fast drei Jahre nach dem Einsturz der Regionalen Schulesollen diese Fragen be-antwortet werden. Gestern begann vor dem Landgericht Schwerin der Prozess um die strafrechtliche Verantwortung für das Drama. Einen Bauunternehmer, dem Niederlassungschef einer Abrissfirma und einen Bauarbeiter werden fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung und Baugefährdung vorgeworfen. Sie sollen leichtfertig Kontroll- und Sicherungsmaßnahmen missachtet haben. Den sta-tischen Unterlagen zufolge hätte der Gebäudeteil, in dem die tragende Wand ent-fernt werden sollte, mit 350 Stützen abgesichert werden müssen. Tatsächlich war-en es aber nur 100, so die Anklage. Der Bauunternehmer sagte vor Gericht, dass er von 240 Stützen ausgegangen sei. Er habe das aber nicht nachgeprüft. Zudem sei er erstmals mit Abrissarbeiten betraut worden und habe Subunternehmer engagiert. Der Niederlassungsleiter der Abrissfirma, erklärte, er sei für die Ab-stützung nicht verantwortlich gewesen. Die Anklage geht davon aus, dass er bei ordnungsgemäßer Prüfung die Sicherheitsmängel hätte bemerken müssen. Bislang sind sieben Prozesstage bis Anfang Juli geplant.

 

Haft nach Schuleinsturz

Goldberg-Drama: Bauchef wegen Sicherheitsmängeln verurteilt

Schwerin: Grobe Verstöße gegen die Sicherheitsvorschriften muss ein Bauunternehmer aus dem Landkreis Güstrow jetzt mit einer Haftstrafe bezahlen: Drei Jahre nach dem folgenschweren Einsturz der Schule Goldberg (Landkreis Parchim) mit fünf toten Bauarbeitern ist er gestern vom Landgericht Schwerin zu einer zweieinhalbjährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Die Verstöße seien die Ursache für das Unglück gewesen. Die Richter sprachen den Firmenchef der fahrlässigen Tötung, der fahrlässigen Körperverletzung und der vorsätzlichen Baugefährdung schuldig.
Der 50-jährige Bauunternehmer hatte dem Gericht zufolge eigenmächtig Vorgaben des Statikers umgangen. So hätte der Gebäudeteil, in dem eine tragende Wand entfernt werden sollte, über mehrere Etagen mit insgesamt 336 Stützen abgesichert werden müssen. Tatsächlich waren, wie ein Gutachter nach dem Unglück feststellte, aber lediglich etwa 100 dieser so genannten Steifen aufgestellt worden. Der Bauunternehmer, der bis zu der Schulsanierung vor allem mit der Errichtung von Eigenheimen beschäftigt war, sei überfordert gewesen. Er hätte, so die Richter, den Abbruch der tragenden Wand rechtzeitig stoppen können. „Es ist nicht erklärbar, warum er das nicht getan hat“, sagte der Vorsitzende Richter, Gerd Reimers.
Der Niederlassungsleiter einer beteiligten Abrissfirma und ein Mitarbeiter dieser Firma wurden freigesprochen. Sie seien nicht für die Sicherungsarbeiten verant-wortlich gewesen, sagte der Vorsitzende Richter, Gerd Reimers. Berufsverbote, wie vom Anklagevertreter gefordert, sprachen die Richter nicht aus.

 

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